Rosenminigugelhupf

Noch sind die Neujahresvorsätze ungebrochen, die Lust nach Süßem groß, der Sonntagsgugl daher entsprechend klein gehalten. Ich habe kürzlich eine Metall-Gugelhupfform mit Deckel erstanden für Pudding, der im Wasserbad gegart wird. Diese habe ich gleich zweckentfremdet und darin einen Minigugelhupf – ganz klassisch im Rohr – gebacken. 14 cm im Durchmesser, die ideale Größe für sechs Portionen – kein Stück zuviel. Keines, das uns über den Sonntagnachmittag hinaus in Versuchung geführt hätte. Alles aufgegessen!

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Der Sandmasse habe ich mit Rosenwasser und Orangenzesten ein zartes Aroma gegeben, nur ein klein wenig. Er sollte wie Omas Sonntagsgugelhupf schmecken und auf der Zunge zergehen, keinesfalls bröseln. Meine Oma gab daher stets ein wenig Buttermilch in den Kuchen. Das macht ihn flauschig weich. Ich habe Crème fraîche verwendet, weil sie gerade im Kühlschrank war. Beides perfekt, auch Sauerrahm oder Frischkäse passt.
Ein Gugelhupf wäre kein Gugelhupf ohne Staubzucker. Aber warum weiß? Ich wollte rosa Zucker haben. Dazu habe ich Kristallzucker mit etwas Lebensmittelfarbe vermischt und im Cutter zu feinem Puderzucker gehackt.

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Weißer Staubzucker hätte die zartrosa Blütendekoration blass aussehen lassen. Ich habe nämlich bei meinem Blumenhändler ums Eck bereits die ersten Ranunkeln entdeckt und wollte sie als Dekoration auf dem Kuchen haben.
Zu einem Gugelhupf gehört in Wien natürlich Obers. Zu einem rosaroten Gugelhupf naturgemäß rosa Schlagobers (Schlagsahne). Dieses gibt es mittlerweile in diversen Pastelltönen fertig zu kaufen, ist aber auch leicht selbst herzustellen.
Jetzt warte ich nach der wochenlangen eisigen Kälte auf den Frühling. Noch blühen die Primeln nur im Topf, bald hoffentlich auch wieder im Garten.

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