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Birchermüsli mit Granatapfel und Orangensirup

Für ein gesundes Frühstück gibt es auch im Winter keine Ausrede. Ein gekochter Getreidebrei mit wärmenden Gewürzen, heimischen Äpfeln und Nüssen spendet wohltuende Energie für den Tag. Aber auch in der kalten Jahreszeit will ich auf mein Müsli nicht verzichten. Macht es sich doch praktisch über Nacht. Ich stelle es zum „Ansetzen“ nicht in den Kühlschrank und esse es zimmerwarm. Wenn ich es morgens eilig habe, wartet mein Overnight Oats Frühstück bereits auf mich und muss nicht erst gekocht werden.
Am Wochenende wird mein Birchermüsli mit Granatapfel und Orangensirup getoppt. Die Äpfel werden in dekorative Stifte geschnitten, Samen und Pistazien farbig auf die Früchte abgestimmt und die leuchtend roten Granatapfelkerne auf eingedicktem, frischem Granatapfelsirup serviert. Welch Farbenspiel! Da geht bei mir trotz Winterwetter die Sonne auf.

Birchermüsli

Obwohl es ein Original-Birchermüsli-Rezept von Dr. Bircher-Benner gibt, hat wahrscheinlich jede+r seine Geheimzutaten. Klassisch wird es aus Haferflocken, gezuckerter Kondensmilch, Wasser, Zitronensaft, Orangenabrieb, grob geriebenem Apfel, Banane und Walnüssen hergestellt.
Ich weiche die kleinblättrigen Haferflocken in Milch ein und rühre am nächsten Tag Joghurt unter. Auch gebe ich immer 1 EL Leinsamen oder Chiasamen dazu. Im Winter zudem Gewürze wie Zimt, Lebkuchengewürz, manchmal auch Kokosflocken. Und als Topping Trockenfrüchte und verschiedenste Nüsse. Im Sommer natürlich frische Beeren. Mein Birchermüsli-Rezept findet ihr hier.
Für das Birchermüsli mit Granatapfel und Orangensirup habe ich anstelle der Haferflocken eine fertige Bircher-Müsli-Mischung ohne Zuckerzusatz verwendet (= unbezahlte Werbung). Birchermüsli-Mischungen gibt es natürlich auch von anderen Marken.

Rezept Birchermüsli mit Granatapfel und Orangensirup hier downloaden.

Granatapfel

Der ursprünglich (sub)tropische Granatapfel kommt heute hauptsächlich aus dem Mittelmeerraum. Die Hauptsaison der in ausgereiftem Zustand geernteten Granatäpfel liegt zwischen September und Dezember, teilweise Anfang Februar. Beim Kauf ist wichtig, dass die Schale fest und am Kelchblatt kein Schimmel erkennbar ist. Weiche Stellen sind meist ein Indiz dafür, dass er im Inneren bereits verdorben ist.
Ich liebe die leuchtend roten Granatapfelkerne und den herb-süßen Granatapfelsaft gleichermaßen. Abgesehen davon, dass die Kerne voller Vitamin C und K sind, sollen sie antioxidativ und entzündungshemmend wirken.
Mittlerweile bekomme ich das Herauslösen der Kerne schon ohne große Sauerei hin. Ich rolle den Granatapfel zuerst ausgiebig auf der Küchenplatte und klopfe mit einem Löffel rundum fest darauf, damit sich die Kerne lösen. Dann schneide ich den Stielansatz ab und drücke den Saft heraus. Nach dem Brechen der Schale in mehrere Teile lassen sich die Kerne ganz leicht von der Samenhülle abnehmen.

Welches Frühstück zaubert ihr euch am Wochenende? Vielleicht auch so ein leckeres Birchermüsli mit Winterfrüchten?
Ich wünsche euch einen gesunden Start ins kommende Wochenende! Eure sugar&rose

Rosenwasser mit Granatapfelsaft und Chiasamen

Infused Water ist der Hit für heiße Tage. Rosenblüten und eine Zitronenscheibe aromatisieren in Kürze einen ganzen Krug voll Wasser. Und wer keine Duftrosen im Garten hat, verwendet etwas Rosenwasser (ein Restprodukt der Rosenöl-Destillation).
Rosen-infused Wasser ist eine köstliche Alternative zu süßen Getränken und Säften an einem heißen Sommertag. Und mein Rosenwasser mit Granatapfelsaft und Chiasamen ist zudem ein Vitamin-Boost. Eine hausgemachte, erfrischende Limonade, ganz ohne Alkohol und Zucker, nur mit etwas Agavensirup gesüßt.

Rosenwasser-Chia11Vielleicht habt ihr schon bemerkt, dass dies mein dritter Blogbeitrag ohne Bäckereien ist. Mein Backrohr hat sich verabschiedet und ich hoffe, dass das neue bald eingebaut wird.
Da der Garten aber ohnehin voller Rosenblüten ist, experimentiere ich etwas damit. Vor Kurzem habe ich im Billa-Henry-Regal ein Rosenwassergetränk entdeckt, das hervorragend schmeckt, aber auch seinen Preis hat. Mein erster Gedanke war: „Das mache ich mir selber“. Gesagt, getan. Ich habe die Zutatenliste studiert und mein eigenes Rosenwasser-Getränk gemixt. Schmeckt supergut. Solltet ihr unbedingt probieren!

Granatapfelsaft pur und Rosenwasser

Granatapfel-RosenwasserRosenquartettRosenwasser-Chia5Die Granatapfelsaison ist ja bereits vorbei, aber es gibt mittlerweile 100% Direktsäfte zu kaufen. Ohne Zusatzstoffe, vor allem ohne Wasser- und Zuckerzusatz, voller gesunder Flavonoide und Ellagitannine. Ich habe diesen im Merkur-Markt gekauft, aber es gibt ihn auch in Bioläden oder Drogeriemärkten (wie auch den Agavensirup und das Rosenwasser). Tetrapack-Säfte bestehen zum Großteil aus Apfelsaft und nur zu 20 Prozent aus Granatapfelsaft, dazu eine hübsche Menge Zucker.

Chiasamen als Topping

Rosenwasser-Chia3Rosenwasser-Chia10Etwas ungewöhnlich für einen Sommerdrink mögen die Chiasamen wirken. Aber sie machen ihn rund und zur gesunden Alternative für Energy-Drinks. Chiasamen liefern Energie und regulieren in Verbindung mit Zitronen – angeblich – auch den Appetit. Rosenwasser für die Schönheit, Granatapfelsaft für die Gesundheit und Chiasamen für die Figur. Na, wenn das kein schlagendes Argument ist!

Rezept-Download

Rosenwasser mit Granatapfelsaft und Chiasamen

ZUTATEN für ¾ Liter (ca. 4 Gläser)
600 ml Wasser
200 ml Granatapfelsaft (100 % Vollsaft)
50 ml Rosensirup oder Holundersirup
Saft ½ Zitrone
2 EL Rosenwasser
2 EL Agavendicksaft (zum Süßen)
1 EL Chiasamen

1 Zitronen- oder Limettenscheibe
Rosenblütenblätter und Minze zum Garnieren

ZUBEREITUNG
Wasser, Granatapfelsaft, Sirup, Zitronensaft und Rosenwasser in ein Behältnis gießen und mit Agavendicksaft süßen. Chiasamen dazugeben und im Kühlschrank ein bis zwei Stunden ruhen quellen lassen.
In Gläser füllen, mit Zitronenscheibe, Rosenpetalen und Minze garnieren.

TIPP
Das aromatisierte Rosenwasser kann drei bis vier Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
In kleine Fläschchen gefüllt ist es ein idealer Begleiter für Ausflüge oder macht sich gut auf Gartenpartys.

Rosen-Mousse au Chocolat mit Granatapfelkernen

Am Tag der Liebe, dem Valentinstag, gibt es bei uns einen französischen Dessert-Klassiker: Mousse au Chocolat – das Lieblingsdessert meines Mannes. Für unser „Dinner for Two“ habe ich eine weiße Mousse gewählt. Aromatisiert mit Rosenwasser, dekoriert mit Granatapfelkernen und kleinen Rosenknospen.
Wie mögt ihr die Mousse am liebsten? Zartbitter, Vollmilch oder aus weißer Schokolade? Vielleicht zweierlei Mousse? Hell-dunkel?

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Nicht nur bei der Wahl der Schokolade, auch bei der Zubereitung gehen die Meinungen auseinander. Diese Mousse kommt ganz ohne Gelatine aus, wodurch sie nicht stichfest, sondern zart cremig ist. Eine Zuckerzugabe ist nicht notwendig, die weiße Schokolade ist ausreichend süß. Ich habe die Mousse mit Eiern gemacht, dadurch ist sie nicht rein weiß, dafür umso luftiger. Anstelle von Vanillearoma habe ich ihr eine Rosen-Note gegeben.

Rosenmousse7Rosenmousse3.jpgWeiße Schokolade erfordert etwas Geschick. Sie darf beim Schmelzen nicht heiß werden, damit sie nicht gerinnt. Ich nehme fürs Wasserbad daher nur heißes Wasser aus der Leitung und koche es nicht auf. Die weiteren Zutaten werden im lippenwarmen Zustand untergehoben.
Die Hälfte der Masse habe ich zartrosa eingefärbt. Und dann die weiße und rosa Schokocreme abwechselnd in Gläser gefüllt. Einmal mit einem Löffelstiel durchgeswirlt – damit bekommt die Mousse die zarte Marmorierung.
Verführerisch wird das Dessert schließlich durch die leuchtend roten Granatapfelkerne. Nicht nur ein Symbol für Leben und Fruchtbarkeit! Durch die zarte Säure auch die ideale Kombi zur milden Süße der weißen Schokolade.

Rosenmousse8Löffel für Löffel eine kleine Sünde. Somit das perfekte Dessert für einen romantischen Abend zu Zweit.

Zum Rezept

Baisertuffs, Beerenbaiserchen, Meringue & eine Pavlova

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Dass ich diese luftig leichten, zuckersüßen Baiserchen liebe, ist kein Geheimnis. Als Kind habe ich bereits die Windringerl der Schokolade am Weihnachtsbaum vorgezogen. Die rosafarbenen hatten es mir besonders angetan.
Und immer, wenn bei einem Rezept Eiweiß übrig bleibt, verarbeite ich es zu Windbäckerei – auch Baiser oder Meringue genannt. Eine himmlische Basis für weitere Desserts wie Baisertörtchen, Baisertuffs oder -häubchen für Kuchen und Muffins. Baiserreste kommen in Trifles oder Schichtdesserts. Oder ich mache eine Pavlova, eine Baiserroulade, Baiser-Schneemänner, Weihnachtsbäumchen und und und …

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Das Grundrezept der Baisermasse ist so simpel, dass man es in einem Satz zusammenfassen kann: Eiweiß und Zucker schaumig rühren und die Masse im Rohr langsam trocknen lassen.

Trotzdem sollte bei der Zubereitung einiges beachtet werden. Pro Eiweiß verwendet man 50 g Zucker, also 100 g Zucker bei 2 Eiweiß. Im Prinzip genügt das auch schon.
In vielen Rezepten wird empfohlen, eine Prise Salz und einen Tropfen Zitronensaft oder Essig dazuzugeben. Die Säure stabilisiert den Eischnee und macht ihn fester, was besonders dann wichtig ist, wenn man Zusätze wie Farbe oder Fruchtsauce dazugibt.
Definitiv nicht braucht man Stärke. Die macht die Baiser bloß zäh.
Hier noch ein paar Tipps: Die Rührschüssel muss völlig fettfrei sein, die Eier sauber getrennt, also gänzlich eigelbfrei. Wenn der Eischnee steif geschlagen ist, kommt sehr feiner Kristallzucker oder auch Puderzucker dazu. Die Masse wird weiter geschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat, sie glänzt und der Schnee „Spitzen zieht“. Das bedeutet soviel wie, dass beim Herausziehen des Schneebesens bergförmige Spitzen stehen bleiben.
Schließlich wird die gewünschte Baiserform mit einem Spritzbeutel aufs Blech gesetzt. Die Masse behält die Form, daher können die Baiser dicht nebeneinander platziert werden.
Die Baiser werden im Rohr bei 90 °C ca. 1 ½ bis 2 Stunden getrocknet. Damit die Feuchtigkeit entweichen kann, klemmt man einen Kochlöffel in die Backofentür. Danach sollten sie auf einem Gitter über Nacht auskühlen.
Gelagert werden Baiser in luftdichten Dosen und können mehrere Wochen aufbewahrt werden.

baiser-2er-erdbeerhimbeerbaisertörtchen1Baisertörtchen6 Und ist Besuch angesagt – oder auch für den kleinen Süßgusto zwischendurch –, schichte ich mehrere Baiserböden mit geschlagenem Obers und frischen Beeren zu kleinen Türmchen auf. Mal mit Beeren, mal mit Kirschen und im Winter auch exotisch mit Granatapfelkernen oder Passionsfrucht.

Windringerl-Dreierkombi Zur Abwechslung mische ich gerne auch etwas Lebensmittelfarbe oder Kakaopulver in die Baisermasse. Zweifarbige Baiser entstehen, indem man die Gel-Lebensmittelfarbe streifenförmig im Inneren des Spritzbeutels von unten nach oben aufzieht, danach die weiße Masse vorsichtig einfüllt und sie mit einer Lochtülle aufs Blech spritzt.s Auge isst ja bekanntlich mit! Das ist nicht bloß eine Redensart. Eine entsprechende Form sollten die Baiserchen schon haben. Für glatte Baisertuffs verwende ich eine runde Lochtülle mit großer Öffnung, für die zweifarbigen Tuffs oder bunten Baiserringe eine Sterntülle. Pavlovas streiche ich mit einer Teigspatel kreisrund aufs Backblech.

eton-mess-baiser-2ermess4 Eines unserer Lieblingsdesserts bei Sommer- und Gartenfesten ist das urenglische Eton Mess. Da stelle ich einen Teller Baisertuffs, Pavlova- oder Baiserreste auf den Tisch, dazu eine Schüssel mit marinierten Beeren und frisch geschlagenes Obers (Sahne). Und jeder schichtet sich sein Dessert nach Lust und Laune selbst in sein Glas oder Schälchen.

pavlova6pavlova-2er Und zu besonderen Anlässen gibt es eine Pavlova. Einmal ist sie zartrosa, ein anderes Mal Red Velvet. Mal serviere ich sie nur mit Obers, mal mit einer Fülle an Früchten und Fruchtsauce. Ich freue mich schon wieder auf die Kirschenzeit. Pavlova mit Kirschen und Fruchtsauce – mein absoluter Favorit!

Zu den Rezepten:
Baisertörtchen mit Beeren
Windringerl
Eton Mess Dessert
Pavlova mit Rosenblüten