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Silvesterfeuerwerk im Glas: Maronitiramisu

Nach den Feiertagen ist vor den Feiertagen. Schon geht es an die Vorbereitung des Silvesterbuffets. Weil das Maronitiramisu bei meiner Familie zu Weihnachten so gut angekommen ist, wird es zu Silvester einfach wiederholt. Mit einer eingesteckten Wunderkerze bekommt jeder sein kleines Silvesterfeuerwerk.
Und das Wichtigste: Es ist ganz easy zuzubereiten, auch bereits am Vortag. Den Jahreswechsel möchte ich mit unseren Freunden und einem Glas Sekt feiern. Nicht in der Küche verbringen!

Maronitiramisu-Rezept hier downloaden.

Maroni- oder Kastanienreis

Im Unterschied zum klassischen Tiramisu kommt beim Maronitiramisu eine dritte Schicht dazu: Maronireis.
Maroni- oder Kastanienreis kann man natürlich auch selber machen. Dazu weich gekochte, geschälte und noch warme Kastanien pürieren. Diese mit Staubzucker und Rum vermischen, zu größeren Kugeln formen und durch eine Kartoffelpresse drücken.
Schneller geht es mit abgepackten, bereits gegarten und geschälten Maroni. Diese gibt es mittlerweile fast das ganze Jahr über in den Supermärkten.
Oder man verwendet – wie ich – fertigen Kastanienreis. Tiefgekühlt oder aus der Dose. Für das Maronitiramisu besser die gesüßte Variante wie das Iglo Maronipüree.

Schicht für Schicht ins Glas

Die Biskotten/Löffelbiskuits werden halbiert und in kalten Kaffee getaucht, den ich mit etwas Baileys vermischt habe. Sie bilden die unterste Schicht im Glas. Darüber kommt Maroni-Mascarpone-Creme und als dritte Schicht etwas Maronireis. Abwechselnd wird nun Schicht für Schicht ins Glas gefüllt und mit einer Cremeschicht abgeschlossen. Zuoberst kommt eine dicke Schicht Kakaopulver.
Und ab in den Kühlschrank mit den Gläsern. Sollte das Maronitiramisu über Nacht gekühlt werden, empfehle ich das Abdecken der Gläser mit Folie.
Vor dem Servieren garniere ich das Tiramisu noch mit Maronireis und/oder geschlagener Sahne.

Mit Sternchenfeuer und Maronitiramisu wünsche ich euch einen schönen Jahresausklang und freue mich auf ein Wiedersehen im neuen Jahr!
Eure sugar&rose

Rosa Maroni-Taschen zum internationalen Frauentag

Mancherorts schenken Chefs ihren weiblichen Mitarbeiterinnen am internationalen Frauentag, dem 8. März, eine Blume. Ob aus schlechtem Gewissen, weil die Gleichberechtigung in den Betrieben noch immer nicht umgesetzt ist, oder aus Wertschätzung? Wer weiß?
Ich kaufe oder backe mir meine Blumen selber! Als Hommage an den Weltfrauentag zieren heute kleine Röschen meine mit rosa Zuckerguss glasierten Maroni-Taschen. Zum Winterausklang noch einmal mit Maronifüllung, bevor die ersten heimischen Beeren auf dem Markt kommen.

Jede Landesküche hat ihre eigenen Teigtaschen-Kreationen, ob Maultaschen, Piroggen, Empanadas oder Wan Tan – meist pikant gefüllt. In Österreich aber vorwiegend süß: mit Marmelade, Mohn, Nüssen, Schokolade, Pudding, Quark und/oder Obst.
Wir backen hier auch eher Tascherl als Taschen oder Täschli. Und meist falten wir den Teig von den Außenseiten nach innen zu Kolatschen (Golatschen) oder formen Kipferl. Jede/Jeder hat seinen bevorzugten Teig und so schmeckt das Ergebnis auch immer und überall anders.

  • Blätterteig
  • Hefeteig
  • Mürbteig
  • Plunderteig
  • Strudelteig

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Selbstverständlich passen zur Maronifüllung auch Blätter- oder Plunderteig. Ich bevorzuge allerdings für Maronikipferl oder -taschen Mürbteig. Das leichte Knacken beim Reinbeißen in den dünnen Teig, kein Abblättern der Schichten. Sofort ist man bei der Rum-reichen Füllung. Hefeteig ist mir in dieser Kombination etwas zu trocken.
Seit ich entdeckt habe, wie einfach Mürbteig mit dem Mixer herzustellen ist, und ich den Teig nicht mehr wie meine Oma mit der Hand knete, mache ich Mürbteig meist selber. Manchmal aber „brauche“ ich schnell ein Dessert, dann verwende ich einen Frischteig von Tante Fanny. Wichtig, dass man zum „Süßen Mürbteig“ greift, denn der andere ist gesalzen!

Maronitascherl2Maronitaschen-2er.jpgGefüllte Tascherl sind bei uns immer willkommen und mit Fertigteig super schnell zubereitet. Für die Füllung habe ich tiefgefrorenes, bereits gesüßtes Maronipüree verwendet und dieses nach dem Auftauen mit etwas Rum vermischt, es auf eine Teighälfte aufgestrichen, die Ränder mit Ei bestrichen und den Teig zusammengeklappt.
Damit die Taschen beim Backen nicht auseinandergehen, habe ich die Ränder mit den Zinken einer Gabel festgedrückt. Die Backzeit ist relativ kurz, etwa 12 Minuten.

maronitaschenSo eine kleine Mehlspeise, ein Tascherl, geht immer. Ob zum Frühstück, zwischendurch, zum Nachmittagskaffee oder als Sonntagsnachspeise. Immer eben!

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